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Details der Rahmungen von Bartsch 113 und Bartsch 131



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Entstehung
    Bonasone, Giulio; Zeichner
    Ende 1560er Jahre
    Feder in Braun, braun laviert


  • InschriftUnten links: Stempel der Sammlung Philippi (L. 1335); auf dem Verso: italienischer Text: "Vernice...con oglio di...greca...pino e serve per le..." (Feder in Braun; wahrscheinlich Kochrezept); in der Mitte Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1233); rechts davon: Stempel der Sammlung Philippi (L. 1335)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 21079a
  • Provenienz


    Ludwig Hermann Philippi (1848-1908), Hamburg (L. 1335); !!!! Vgl. Auktion Lepke 1884!!
  • ObjektbeschreibungDieses Blatt bildet zusammen mit sechs weiteren in Hamburg bewahrten Blättern eine Gruppe, die in engem Zusammenhang mit der von Giulio Bonasone wohl in den späten 1560er Jahren geschaffenen graphischen Illustrationsfolge zur Geschichte der Juno steht.(Anm.1) Sämtliche Studien beziehen sich auf die komplexen Rahmungen, die um die jeweils in der Bildmitte befindlichen Hauptszenen angeordnet sind. Alle Zeichnungen sind in identischer Technik ausgeführt. Charakteristisch sind die frische Federführung und die lebendig angewandte Lavierung, die zum Teil über Körperumrisse oder architektonische Begrenzungen hinaus gesetzt wurde. Sämtliche Zeichnungen sind seitengleich zu den ausgeführten Druckgraphiken. In keinem Fall ist eine komplette Rahmung dargestellt; zumeist sind kleinere Abschnitte skizziert. Auffallend ist, dass sich zum Teil Entwürfe für verschiedene Rahmungen auf einem Blatt befinden (siehe unten). Die Art der Anordnung dieser Motive lässt darauf schließen, dass der Künstler hier verschiedene Ideen gesammelt hat. Aufgrund der eindeutigen motivischen Bezüge werden die Zeichnungen bereits seit dem späten 19. Jahrhundert Giulio Bonasone zugeschrieben. Hierfür sprechen auch die Beschriftungen auf den Drucken, die Bonasone als Erfinder und Stecher nennen. Diese Einschätzung ist bislang von einer vorsichtigen Infragestellung durch Pouncey und Gere abgesehen nicht bezweifelt worden. Sie wiesen im Zusammenhang der Analyse einiger mit Bonasone in Verbindung gebrachter Blätter des British Museum darauf hin, dass es keine sichere Basis für eine Bewertung Bonasones als Zeichner gäbe.(Anm.2) Dies ist nur bedingt richtig, wenn man die Hamburger Zeichnung einer „Grablegung Christi“ als Beispiel für eine Vorzeichnung einer Reproduktionsgraphik akzeptiert (vgl. Inv.-Nr. 21542). Auch hat Thomas Ketelsen weitere Vorschläge einer Erweiterung des Œuvres Bonasones gemacht.(Anm.3) All diese Zeichnungen sind sehr konturbezogen und mit sorgfältiger Lavierung ausgeführt. Dies gilt auch für die Bonasone zugeschriebene Zeichnung „Triumph Amors“ in Oxford.(Anm.4) Hiervon unterscheiden sich die oben beschriebenen sieben Hamburger Blätter grundlegend.(Anm.5) Es ist daher schwer vorstellbar, dass relativ zeitnah entstandene Blätter wie die Grablegung Christi (um 1563) und die Randzeichnungen (spätestens zweite Hälfte der 1560er Jahre) von einer Hand stammen können.(Anm.6) Marzia Faietti erklärte die unbestreitbar große stilistische Divergenz damit, dass die Randzeichnungen Bonasone deutlich weniger gestalterische Fesseln auferlegt hätten, als die religiösen Themen, die ihn sonst so häufig beschäftigten.(Anm.7) So sehr ein solcher Moduswechsel denkbar erscheint, so bleibt doch schwer erklärbar, dass ein Künstler erst in seinem Spätwerk nachweisbar frei und leicht skizziert, während er zuvor zum Teil eher unbeholfen und wenig elegant zeichnet. Eine solche stilistische Entwicklung wäre sehr ungewöhnlich. Cirillo Archer hat wenig plausibel vermutet, dass Bonasone sich mit derart „malerischen“ Blättern Hilfsmittel schuf, um die Umsetzung von Licht- und Schattensituationen („painterly chiaroscuro“) in seinen Druckgraphiken besser vorbereiten zu können.(Anm.8) Gegen die Zweifel an der Autorschaft Bonasones stehen die auf den Drucken vermerkten Aussagen, dass er selbst der Erfinder der Kompositionen sei. Doch offensichtlich hat es der Künstler bei seinen Inschriften nicht immer ganz genau genommen. Hierauf deutet z. B. die Analyse der Zeichnung mit der „Grablegung Christi“ in Hamburg hin (siehe Inv.-Nr. 21542). Vor diesem Hintergrund wäre vorstellbar, dass lediglich die Bildszenen der Juno-Folge von Bonasone selbst, die Rahmen aber von einem anderen Künstler entworfen wurden. Denkbar ist aber auch, dass die Blätter von einem anonymen Kopisten gezeichnet wurden. Diese Theorie wurde erstmals von Pouncey und Gere zur Diskussion gestellt (Anm.9) und von Hugo Chapman nachdrücklich befürwortet.(Anm.10) Tatsächlich würde die Annahme eines Kopisten z. B. die seltsame Zusammenstellung der Motive – die ja mit ganz verschiedenen Drucken in Verbindung stehen – gut erklären. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass sich ein Kopist verschiedene Details, die ihn interessieren, heraussucht und ohne inneren Zusammenhang auf einem Blatt platziert, als dass ein entwerfender Künstler diese Details so anordnet, um sie dann bei der Umsetzung in den Druck baukastenartig wieder zusammenzusetzen. Für die Tätigkeit eines Kopisten sprechen auch die durchgehende Seitenrichtigkeit, die weitgehende Ähnlichkeit der Motive und das Fehlen größerer Pentimenti. Dass der anonyme Zeichner zwar genau, aber keineswegs detailgetreu kopiert, liegt an seinem lockeren Zeichenstil und bezeugt die Absicht, vor allem die Grundidee festzuhalten. Letztlich sei auf eine bislang nicht beachtete Verso-Zeichnung auf einem der Hamburger Blätter hingewiesen (Inv.-Nr. 52191). Sie zeigt mit frischer Feder und leichter Lavierung gezeichnete nackte Männer. Diese Figuren entsprechen stilistisch den Recto-Zeichnungen und machen den Kontrast zu Bonasones üblichen figürlichen Zeichnungen noch deutlicher. Vor dem Hintergrund der hier vorgetragenen Überlegungen ist eine zweifelsfreie Zuschreibung an Bonasone mehr als fragwürdig. Viel spricht dafür, dass die Hamburger Gruppe von einem Kopisten nach Bonasones Vorlagen entstand. Dieser steht in der Tradition von Zeichnern wie Perino del Vaga oder Pellegrino Tibaldi. Da sich aber bislang kein Künstler überzeugend mit den Blättern verbinden lässt, bleibt die alte Zuschreibung – allerdings unter starkem Vorbehalt – bestehen. Inv.-Nr. 21079 a weist Vorstudien für das Frontispiz zur Folge der Geschichte der Juno11 auf: oben rechts für die Kartusche (im Druck in der Mitte unten) sowie unten für einen Putto (im Druck oben links); zudem ist eine Vorstudie für die linke obere Rahmenfigur des Stiches mit der Darstellung „Juno sendet eine Hungersnot gegen Crasiton“ (Anm.12) erkennbar. David Klemm 1 The Illustrated Bartsch 28 (15), 113–134 (143–147). Zur Folge vgl. Cirillo Archer 1995, S. 319–337. Die sieben Blätter stammen allesamt aus der Sammlung des Hamburger Architekten Hermann August Philippi. Dabei wurden vier Blätter (Inv.-Nrn. 21079 a-d) bereits 1884 auf der Auktion der Sammlung in Berlin für die Kunsthalle erworben. Der zweite Teil mit den Inv.-Nrn. 52191, 52193 und 52194 gelangte 1908 als Legat des Architekten ins Museum. 2 John A. Gere, Philip Pouncey, unter Mitarbeit v. Rosalind Wood: Italian Drawings in the Department of Prints and Drawings in the British Museum. Artists Working in Rome c. 1550 to c. 1640, 2 Bde., London 1983, I, S. 79. 3 Thomas Ketelsen: A Drawing for Giulio Bonasone’s Print after Titian’s „Entombment”, in: The Burlington Magazine 138, 1996, Nr. 1120, S. 446-453. 4 Oxford, Ashmolean Museum, Inv.-Nr. 1863.639. 5 Die von The Illustrated Bartsch, 28 Commentary (Le Peintre-Graveur 15 [Part I]), Italian Masters of the Sixteenth Century, bearb. v. Madeline Cirillo Archer, hrsg. v. John T. Spike, New York 1995, S. 319, konstatierte Übereinstimmung der Gesichter der Randzeichnungen mit denjenigen auf der Hamburger Grablegung ist nicht nachvollziehbar. 6 Vgl. The Illustrated Bartsch, 28 Commentary (Le Peintre-Graveur 15 [Part I]), Italian Masters of the Sixteenth Century, bearb. v. Madeline Cirillo Archer, hrsg. v. John T. Spike, New York 1995, S. 319. 7 Mündliche Mitteilung, 24. 3. 2008. 8 Vgl. The Illustrated Bartsch, 28 Commentary (Le Peintre-Graveur 15 [Part I]), Italian Masters of the Sixteenth Century, bearb. v. Madeline Cirillo Archer, hrsg. v. John T. Spike, New York 1995, S. 319. 9 Vgl. John A. Gere, Philip Pouncey, unter Mitarbeit v. Rosalind Wood: Italian Drawings in the Department of Prints and Drawings in the British Museum. Artists Working in Rome c. 1550 to c. 1640, 2 Bde., London 1983, I, S. 79, Nr. 112. 10 Mündliche Mitteilung auf der Grundlage einer Digitalphotographie, 18. 1. 2008. 11 The Illustrated Bartsch 28 (15), 113 (143). 12 The Illustrated Bartsch 28 (15), 131 (146).
  • Rechte am DatensatzCreative Commons License © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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