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Engel mit Schwert in der erhobenen Rechten (Studie zum Hl. Michael)



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Entstehung
    Beccafumi, gen. Mecarino, Kopie nach, Domenico
    um 1524
    Rötel


  • InschriftAuf dem Verso Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1233)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 1966-1
  • Provenienz


    George (?) Hibbert, London; Coghlan Bricsoe, Dublin; Sammlung Dr. W. M. Crofton; erworben 1966 vom Kunsthandel Thomas Agnews & Sons, London
  • ObjektbeschreibungUm 1524 erhielt Domenico Beccafumi von den Mönchen der Karmeliterkirche S. Niccolò in Siena den Auftrag, das Altarbild „Der Sturz der rebellierenden Engel“ zu malen.(Anm. 1) In der Anlage weitgehend ausgeführt, gefiel den Mönchen das Gemälde jedoch so wenig, dass sie die Abnahme verweigerten. So blieb es unvollendet und gelangte nach Beccafumis Tod in das Hospital von S. Maria della Scala, von dort aus später in die Sieneser Pinakothek. Beccafumi malte eine zweite Fassung mit zahlreichen Abwandlungen zur ersten. Sie befindet sich heute in einer Kapelle im rechten Seitenschiff von S. Niccolò del Carmine in Siena. Die Hamburger Zeichnung zeigt den Hl. Michael als nackten jugendlichen Engel, genau in der Haltung, wie ihn Beccafumi für die abgelehnte Erstfassung vorgesehen hatte. Da es hier offensichtlich primär um die Frage der Körperhaltung ging, wurde der Erzengel – im Gegensatz zum Gemälde – vollständig nackt gezeichnet. Aufgrund dieser eindeutigen Bezüge und der möglichen Funktion einer Vorzeichnung galt das Blatt im Hamburger Kupferstichkabinett bislang als eigenhändiges Werk Beccafumis. Nach neueren Forschungen handelt es sich jedoch lediglich um eine, wenn auch qualitätvolle Kopie nach einer nicht mehr erhaltenen Beccafumi-Zeichnung. Das Blatt entstammt einem umfangreichen, 1965 aufgelösten Skizzenbuch, das ehemals aus 45 Blättern bestand.(Anm. 2) Viele der Zeichnungen wurden im 18. Jahrhundert (siehe Beschriftungen) als Werke Michelangelos angesehen. Später wurden sie überwiegend Beccafumi zugeschrieben, wobei die schwächeren Arbeiten der Werkstatt oder einem Schüler gegeben wurden. Sanminiatelli lehnte 1967 die Autorschaft Beccafumis entschieden ab und schrieb das Konvolut Marco Pino zu. Dies wiederum lehnte Byam Shaw ab und plädierte mit einiger Reserviertheit für Beccafumi, was De Marchi 1990 entschieden ablehnte. Ihrer Ansicht nach stellt das Skizzenbuch eine Art Bestandsaufnahme von Werken und Projekten Beccafumis in Rom, Pisa und Siena dar. Diese sind zumeist in schwarzer Kreide, mit Feder in Braun und vereinzelt auch in Rötel ausgeführt worden. Dass diese Kompilation von Beccafumi selbst – als eine Art „liber veritatis“ – angefertigt worden ist, erscheint völlig unwahrscheinlich. Vielmehr ist ein jüngerer Sieneser Künstler – vielleicht aus dem Umfeld Beccafumis – als Zeichner anzunehmen. Alessandro Bagnoli schlug Prospero Antichi, einen Bildhauer aus Brescia, der zeitweilig in Siena arbeitete, vor. De Marchi dachte zumindest bei einigen der Köpfe an Alessandro Casolani. Vor diesem Hintergrund kommt dem Hamburger Blatt vor allem dokumentarischer Wert zu. Dennoch ist ihm künstlerische Qualität nicht abzusprechen, wie der sensible Umgang mit dem Rötelstift verdeutlicht. Die ehemalige Zuschreibung an Beccafumi ist daher nachvollziehbar. Dennoch macht ein Vergleich mit unzweifelhaft gesicherten Zeichnungen des Künstlers einen qualitativen Unterschied deutlich. So ist die wenig überzeugend mit den beiden Gemäldefassungen des Engelsturzes in Zusammenhang gebrachte Kreidestudie eines knienden Engels in den Uffizien deutlich lebendiger, da die Konturen und Binnenschraffuren weniger fest bzw. schematisch ausgeführt worden sind.(Anm. 3) Vor dem hier skizzierten Hintergrund müssen auch die auf dem Verso befindlichen Studien eines Kopfes und einer Hand als Kopien angesehen werden. Sie ließen sich bislang nicht genau mit Werken Beccafumis in Verbindung bringen, doch erinnern die schlanken Finger stark an den Künstler. Möglicherweise geben sie auch Motive anderer Sieneser Maler wieder, die der Kopist auf seinen Rundgängen durch die Stadt festhielt. Der Zeichenstil erinnert an Alessandro Casolani, womit ein weiterer Beleg für die von De Marchi vermutete Autorschaft dieses Künstlers an dem Skizzenbuch genannt ist. David Klemm 1 Zum Gemälde vgl. Domenico Beccafumi e il suo tempo, Ausst.-Kat. Siena, Chiesa di Sant’Agostino, Palazzo Bindi Sergardi, Mailand, 1990, S. 152, mit Abb. S. 153; Gustav Medicus: Some observations on Domenico Beccafumi’s Two Fall of the Rebel Angels Panels", in: Artibus et historiae 24, 2003, Nr. 47, S. 209-218. 2 Zum Folgenden vgl. Albert Jan Elen: Italian Late-Medieval and Renaissance Drawing-Books from Giovannino de’ Grassi to Palma Giovane. A codicological approach, Leiden 1995, S. 334–335. 3 Florenz, Gabinetto Disegni e Stampe degli Uffizi, Inv.-Nr. 1268 F. Die Figur lässt sich überzeugend mit einem um 1540 von Beccafumi gemalten Engel im Sieneser Dom verbinden. Vgl. Domenico Beccafumi e il suo tempo, Ausst.-Kat. Siena, Chiesa di Sant’Agostino, Palazzo Bindi Sergardi, Mailand, 1990, S. 472–473, mit Abb. des Apsisfreskos mit der Darstellung einer Engelsglorie. Die Zeichnung wurde z. B. von Donato Sanminiatelli 1967, S. 145, Nr. 36, mit dem Gemälde in der Chiesa del Carmine in Siena in Zusammenhang gebracht.
  • Rechte am Datensatz© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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