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Kopf der sterbenden Hl. Cäcilie



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Konzeption des Werks / Idee
    Zampieri, genannt Domenichino, Domenico; Maler, Erfinder


  • Entstehung
    Zampieri, genannt Domenichino, Domenico; Maler, Erfinder
    Runge, Philipp Otto; Zeichner
    1801
    Schwarze Kreide


  • InschriftAuf dem Verso unten rechts nummeriert: "11 [nachträglich korrigiert in "12"] (Bleistift)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 1938-131
  • WerkverzeichnisTraeger 216e
  • Provenienz


    Nachlass des Künstlers; ab 1810 im Besitz des Bruders Johann Daniel Runge (1767-1856), Hamburg; nach dessen Tod am 12. 3. 1856 im Besitz der Witwe Philipp Otto Runges, Pauline Runge (1785-1881), geb. Bassenge; wohl als deren Geschenk an ihren Enkel Paul Runge (1835-1899), Berlin (Sohn des Otto Sigismund Runge (1806-1839); Philipp Otto Runge (1866-1925; Sohn des Vorigen), Berlin; Hans Runge (1900-?; Sohn des Vorigen), Berlin (bis 1938); erworben 1938 von C. G. Boerner, Leipzig
  • ObjektbeschreibungIm Besitz des Kupferstichkabinetts befinden sich fünf großformatige Zeichnungen, die Köpfe verschiedener Figuren aus Domenichinos Freskenzyklus zum Wirken der hl. Caecilie in der Cappella Polet in San Luigi dei Francesi in Rom wiedergeben (Anm. 1). Zwei weitere Zeichnungen in gleicher Technik und ähnlich großformatig nach Domenichinos Fresken befinden sich in Berlin (Anm. 2). Runges Blätter geben Köpfe aus der „Almosenspende der hl. Caecilie“ wieder - Inv. Nr. 1938-130 geht zurück auf die ein Kind tragende Frau am rechten Bildrand, Inv. Nr. 1938-133 auf die sitzende Frau mit Kind links davon -, aus der „Verweigerung der Götzenanbetung durch die hl. Caeilie“ – Inv. Nr. 1938-132 geht zurück auf den gefäßtragenden Knaben zwischen Almachius und der hl. Caecilie -, und dem „Tod der hl. Caecilie“ – Inv. Nr. 1938-131 zeigt den Kopf der sterbenden Caecilie, während Inv. Nr. 1938-134 den Knaben mit übereinandergelegten Händen im Bildhintergrund wiedergibt. Bis auf Inv. Nr. 1938-133 bleiben alle Köpfe ohne Angabe eines Hintergrundes, die so aus ihrem erzählerischen Zusammenhang herausgelöst werden. Diese Vereinzelung des Motivs wird bei Inv. Nr. 1938-132 durch die gleichmäßige Einfärbung des Papiergrundes in Gelb noch verstärkt; zu Recht ist auf die silhouettenhafte Wirkung des frontal gegebenen Kopfes hingewiesen worden, die ihren Ursprung in Runges Beschäftigung mit dem Scheren- und Silhouettenschnitt haben dürfte. Aber auch die anderen Blätter wirken in ihrer plastischen Modellierung wie ausgeschnitten, wozu nicht zuletzt die Betonung des Umrisses beiträgt, der den Darstellungen trotz der malerischen Zeichenmittel eine klassizistische Kühle verleiht. Denselben Kopf wie auf Inv. Nr. 1938-133 hat Runge noch einmal auf einem Blatt dargestellt, das sich in Berlin befindet (Anm. 3). Die Frage, wozu dies geschah, muss zunächst offen bleiben, doch scheint es, dass Runge verschiedene Stadien der Wiedergabe zeichnerischer Texturen ausprobierte. Das Hamburger Blatt wirkt durch die Verschattung des Hintergrunds insgesamt etwas malerischer und zeichnet sich durch eine größere, tiefere Stofflichkeit aus, die Inv. Nr. 1938-131 und Inv. Nr. 1938-132 entspricht, während das Berliner Blatt Inv. Nr. 1938-130 und dem anderen Blatt in Berlin näher steht (Anm. 4). Domenichino war unter den Zeitgenossen hoch angesehen, Wackenroder hat ihn wegen seines tiefen Ausdrucks bewundert, in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Stiche nach seinen Gemälden und auch im Werk von Angelika Kauffmann hat er nachhaltige Spuren hinterlassen. Runge dürfte durch Hardorff erstmals auf ihn aufmerksam geworden sein. In Hardorffs Nachlass befand sich eine einfache Umrissskizze mit Köpfen nach Domenichinos Caecilienfresken (Anm. 5), auf der sich vier der von Runge kopierten Köpfe befinden. Runges Zeichnungen sind von Daniel auf Juli 1801 datiert, ihre Entstehung fällt demnach in die Dresdner Akademiezeit. Als Vorlage dienten laut Traeger Stiche nach Domenichinos Fresken, doch lassen sich bisher nur Stiche nachweisen, die bis auf wenige Ausnahmen die einzelnen Fresken im Ganzen abbilden (Anm. 6). Stiche, die Details wie etwa den Kopf des ausgestreckten Kindes rechts in der Almosenspende herausgreifen, bilden dabei die Ausnahme. Die stilistische Ähnlichkeit zu Runges Kopien nach Raffaels „Transfiguration“ (vgl. Inv. Nr. 1938-78 – 1938-83), dasselbe bei dieser Gelegenheit verwendete Papier und ihr ebenfalls relativ großes Format rücken die Kopien nach Domenichino nicht nur zeitlich in deren Nähe, sondern lassen vermuten, dass Runges Kopien nach Domenichino ebenfalls auf Zeichnungen von Giovanni Battista Casanova zurückgehen, die sich damals wie dessen Kopien nach Raffael noch in der Akademie befunden haben müssten. Nachweisen lassen sich heute diese Zeichnungen Casanovas nicht mehr (Anm. 7), doch zählte Domenichino wie Raffael auch für Casanova an der Akademie in Dresden zu den vorbildlichen Künstlern, nach denen gezeichnet wurde. In einer Auflistung der Unterrichtseinheiten heißt es: „Lez: - 27 - Espressione Generale di un Quadro, e dell’effetto, e che tutto deve concorere in ajuto della Storia rappresentata, tanto nella composizione di effetto come di affetto e passione, con gl‘ Esempi di Raffaele, Domenichino, Tintoretto e Pietro da Cortona etc.“ (Anm. 8) Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass Runge an der Akademie keine Stiche sondern Zeichnungen Casanovas zur Verfügung standen (Anm. 9). Vagt hat aufgrund der stilistischen Nähe zu Zeichnungen Hardorffs Runges Urheberschaft an den Blättern angezweifelt (Anm. 10); insbesondere an einen Mädchenkopf mit Turban (Anm. 11), der nach einem Kupferstich nach Guido Renis Gemälde „Susanna und die beiden Alten“ entstand(Anm. 12), schließen Runges Zeichnungen in Stil und Technik an, doch dürften diese Ähnlichkeiten auf das gemeinsame Vorbild Casanovas zurückgehen. Peter Prange 1 Zu Domenichinos Fresken vgl. Richard E. Spaer: Domenichino, New Haven/London 1982, S. 178-184, Pl. 145-155. 2 Mädchenkopf mit Zopf im Profil nach links, schwarze Kreide, 527 x 406 mm, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, SZ 16, vgl. Traeger 1975, S. 318, Nr. 216 c; Kopf und Oberkörper eines Mädchens mit Turban, schwarze Kreide, 621 x 423 mm, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, SZ 16, vgl. Traeger 1975, S. 318, Nr. 216 g, Abb. 3 Vgl. Traeger 1975, S. 318, Nr. 216 c. 4 Vgl. Traeger 1975, S. 318, Nr. 216 g, Abb. 5 Gerdt Hardorff, Skizzen nach Domenichino, Bleistift, Feder in Braun, 178 x 223 mm, Privatbesitz, vgl. Traeger 1973, S. 135, Abb. 12. 6 Vgl. die Zusammenstellung der graphischen Reproduktionen bei Spear 1982, S. 178-184. 7 Für Hinweise danke ich Roland Kanz, Bonn, email vom 08.04.2014. 8 Zitiert nach Roland Kanz: Giovanni Battista Casanova (1730-1795). Eine Künstlerkarriere in Rom und Dresden, München 2008, S. 183. 9 Vereinzelt wurden Nachzeichnungen Casanovas auch redroduziert, vgl. etwa seine Zeichnung nach dem Apollokopf aus Raffaels „Parnass“, den Otto Christian Sahler in Crayonmanier radierte, vgl. Kanz 2008, S. 258, Abb. 48. Die Reproduktionsgraphik nach Casanova ist noch nicht erforscht, weshalb offen bleiben muss, ob noch andere Zeichnungen von ihm reproduziert wurden. 10 Vagt 1984, S. 104. 11 Gerdt Hardorff, Mädchenkopf mit Turban, schwarze Kreide, 262 x 209 mm, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inv. Nr. 49165, vgl. Vagt 1984, S. 309, Nr. 338. 12 Guido Reni, Susanna und die beiden Alten, Öl/Lw, 117 x 150 cm, London, National Gallery, Inv. Nr. 196, vgl. D. Stephen Pepper: Guido Reni. A complete Catalogue of his Works with an introductory Text, Oxford 1984, S. 240-241, Nr. 72, Abb. 99, mit Angabe der Nachstiche.
  • Rechte am DatensatzCreative Commons License © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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