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Zwei Ignudi (nach den Fresken der Carracci in der Galleria Farnese in Rom)



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Konzeption des Werks / Idee
    Carracci, Annibale; Maler, Erfinder


  • Entstehung
    Carracci, Annibale; Maler, Erfinder
    Runge, Philipp Otto; Zeichner
    Feder in Braun über Bleistift


  • InschriftAuf dem Verso unten links nummeriert: "36 c" (Bleistift; um 180 Grad gedreht); oben rechts nummeriert: "35" (Bleistift)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 1938-99
  • WerkverzeichnisTraeger 81k
  • Provenienz


    Nachlass des Künstlers; ab 1810 im Besitz des Bruders Johann Daniel Runge (1767-1856), Hamburg; nach dessen Tod am 12. 3. 1856 im Besitz der Witwe Philipp Otto Runges, Pauline Runge (1785-1881), geb. Bassenge; wohl als deren Geschenk an ihren Enkel Paul Runge (1835-1899), Berlin (Sohn des Otto Sigismund Runge (1806-1839); Philipp Otto Runge (1866-1925; Sohn des Vorigen), Berlin; Hans Runge (1900-?; Sohn des Vorigen), Berlin (bis 1938); erworben 1938 von C. G. Boerner, Leipzig
  • ObjektbeschreibungAuf insgesamt zwölf zum Teil beidseitig benutzten Blättern befinden sich Nachzeichnungen nach den Fresken von Agostino und Annibale Carracci in der Galleria Farnese in Rom (Anm. 1), die in den Jahren 1598-1600 entstanden waren. Stubbe nahm an, dass Runges Zeichnungen nach Carlo Cesios Folge von 44 Kupferstichen unterschiedlichen Formats nach den Fresken in der Galleria Farnese entstanden, die erstmals 1657 und zuletzt 1753 in sechster Auflage erschienen waren (Anm. 2). Runge hat sich nicht für die einzelnen, in die Gesamtdekoration als „Quadri riportati“ eingefügten Gemälde interessiert, sondern aus diesen einzelne Figuren der fingierten Stuckdekoration herausgegriffen. Er hat sie wie bei seinen Kopien nach Vorlagen zumeist üblich aus ihrem erzählerischen Zusammenhang herausgelöst. Auf Inv. Nr. 1938-89 hat Runge nach dem Fresko „Polyphem und Galathea“ (Tafel VII) die Figur des Polyphem als einfache Umrisszeichnung dargestellt, auf der nur einige Schraffuren als modellierende Binnenzeichnung angegeben sind. Diese weitgehend auf den Umriss beschränkten Zeichnungen, auf denen Schraffuren die Modellierung angeben, finden sich auch in den Studien nach den „Ignudi“, die als Einzelfiguren in der Wandzone neben den Eingängen der Nordwand erscheinen. Inv. Nr. 1938-96 bis 1938-98 sind offensichtlich Kopien nach Tafel XXX, auf der Cesio einzelne „Ignudi“ aus der Nordwand isoliert hat, doch ist auffallend, das auf Inv. Nr. 1938-96 bei der Darstellung des linken „Ignudo“, der sich in der Mitte der Nordwand befindet, Runge auch die Sockeldekoration andeutet, die auf Cesios Stich aber fehlt. Runge muss für diese Zeichnung ein anderer Stich vorgelegen haben, wahrscheinlich ein Stich der Süd- und Nordwand von Pietro Aquila (Anm. 3). Diesen mittleren „Ignudo“ hat Runge auch auf Inv. Nr. 1938-97 und Inv. Nr. 1938-98 kopiert, doch während Runge auf Inv. Nr. 1938-96 verschattete Partien genau angibt, er die Figur in Licht und Schatten modelliert, verzichtet er bei den beiden anderen Blättern weitgehend auf die Angabe der Binnenzeichnung. Dieser Zeichenweise entsprechen auch Inv. Nr. 1938-95, das Runge aus Tafel XVII kopiert hat, und die „Ignudi“ auf Inv. Nr. 1938-99, die sich auf Cesios Tafel XIX finden. Sie sind typisch für Runges Kopien, auf denen er zumeist einzelne Figuren aus ihrem erzählerischen Zusammenhang herauslöst und als Umrissfigur auf dem Papier stehen lässt, so dass sie in ihrer Vereinzelung an eine Silhouette erinnern. Inv. Nr. 1938-93 zeigt verschiedene Motive nebeneinander, wie sie Cesios Tafeln nicht zeigen. Erst in der Gesamtschau der Dekoration der Galleria Farnese wird deutlich, dass Runge hier eine Ecksituation wiedergibt, die so bei Cesio nicht erscheint, aber ähnlich der Stich Aquilas zeigt (Anm. 4). Für Aquila als Vorlage sprechen vor allem teil nur teilweise angegebene Oberkörper der Atlantenherme links und die beiden miteinander ringenden Putten; auch auf der Stichvorlage ist die Herme nur als Fragment dargestellt und vom linken Putto ist wie bei Runge nur sein Kopf und sein Arm sichtbar (Anm. 5). Denselben szenischen Zusammenhang zeigt auch Inv. Nr. 1938-94 verso, das die gegenüberliegende Ecksituation darstellt. Diese Verbindung fehlt bei Cesio, weshalb Runge für diese Kopie ebenfalls auf Aquilas Vorlage zurückgegriffen haben dürfte. Während die bisherigen Kopien nur in Feder über einer Bleistiftvorzeichnung ausgeführt wurden, ist der bei Inv. Nr. 1938 verso der Einsatz des Pinsels für die plastische Modellierung ausschlaggebend. Die scharfe Kontrastierung der Figuren in Licht und Schatten auch auf Inv. Nr. 1938-91, das einen Wandabschnitt mit der Schindung des Marsyas zeigt, spricht eher für die Verwendung von Aquilas Kupferstich als Vorlage (Anm. 6), aus dem Runge einen Teilabschnitt kopiert hat. Die Verbindung aus Umrisszeichnung und starker Licht-Schattenkontraste der nicht zu Ende geführten Zeichnung hat ihre Vorlage in den scharf konturierenden, auf starke Helldunkelkontraste angelegten Stichen Aquilas. Dass Runge auf Aquila als Vorlage zurückgriff, erweist auch Inv. Nr. 1938-116, das die zwei Kämpfenden im Kampf zwischen Perseus und Phineus zeigt. Auch hier entspricht die gegenüber Cesio insgesamt schärfer konturierende Stecherarbeit Aquilas Runges Zeichnung (Anm. 7), die in der Kombination von Umriss und Modellierung ganz auf die Abbildung statuarischer Plastizität abzielt. Das Beobachtete gilt ähnlich für Inv. Nr. 1938-90, das Polyphem aus dem Fresko „Polyphem und Acis“ zeigt, für Inv. Nr. 1938-94 und Inv. Nr. 1938-92 mit dem Kampf zwischen Perseus und Phineus. Stubbes Annahme, Runges Zeichnungen seien nach Cesios Stichpublikation entstanden, ist bisher nicht angezweifelt worden, doch zeigen die kopierten Abschnitte aus den Dekorationen aus Carraccis Fresken, vor allem aber ihre zeichnerische Anverwandlung, dass nicht Cesios weich modellierende Stiche sondern Aquilas insgesamt schärfer konturierende und in der Lichtwirkung kontrastierenden Stiche Runge als Vorlage gedient haben. Die Datierung der Studien ist nicht unproblematisch, weil sich auf zwei Zeichnungen widerspüchliche Datierungen befinden, die von Daniel stammen. Auf Inv. Nr. 1938-97 befindet sich die nachträgliche Aufschrift „1798“ in Bleistift, darunter „POR 1799“ in brauner Feder, auf Inv. Nr. 1938-98 ist zu lesen „POR 1800“ in brauner Feder, wobei die Jahreszahl „1800“ durchgestrichen ist und daneben offenbar durch „1798“ in grauer Feder ersetzt wurde. Offensichtlich war sich Daniel, als er die Datierungen auf den nachgelassenen Zeichnungen nach und nach bei der Sichtung des Materials vornahm, über den Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht mehr sicher. Berefelt hat deshalb ihre Entstehung „in Verbindung mit dem Unterricht bei Hardorff oder in der ersten Zeit in Kopenhagen“ für möglich gehalten (Anm. 8), wobei Letzteres ihm unter Verweis auf Abilgaards Auseinandersetzung mit der Kunst der Spätrenaissance wahrscheinlicher erschien. Traeger hat dagegen auf eine Zeichnung von Hardorff in dessen Nachlass hingewiesen, die die Flucht von Acis und Galathea aus Carraccis Freskos „Polyphem und Acis“ wiedergibt. Im Duktus insgesamt freier, dürfte Runge aber durch Hardorff bereits in Hamburg an den Stoff herangeführt worden sein, was durch die verwendeten Papiere bestätigt wird (Anm. 9). Die beiden nachträglich datierten Studien sind gegenüber den mit dem Pinsel ausgeführten Kopien insgesamt im Duktus etwas unsicherer, was für eine frühere Entstehung 1798 sprechen könnte. Die Pinselzeichnungen schließen in ihrer Betonung des Umrisses und der starken Modellierung stilistisch an Runges Kopien nach Daniele da Volterras an (vgl. Inv. Nr. 1938-114 und Inv. Nr. 1938-115), für die Traeger eine Entstehung erst 1799 für denkbar hält. Peter Prange 1 Zur Galleria Farnese zusammenfassend zuletzt Stefano Colonna: La Galleria dei Carracci in Palazzo Farnese a Roma. Eros, anteros, età dell’oro, Rom 2007. 2 Galeria nel Palazzo Farnese in Roma.del Sereniss. Duca di Parma etc. dipinta da Annibale Carracci intagliata da Carlo Cesio, Rom 1657, vgl. Annibale Carracci e I suoi incisori, Ausst.-Kat. École française de Rome, Rom 1986, S. 129-149, Nr. XLII B. 3 Pietro Aquila, Galeriae Farnesianae icons Romae in Aedibus […] a Pietro Aquila delineatae incisae, Rom o. J., vgl. Carracci 1986, S. 179, Nr. XLII D, 19, Abb. 4 Carracci 1986, S. 173, Nr. XLII D, 7, Abb. 5 Der Oberkörper der linken Atlantenherme scheint eine Ergänzung Runges zu sein; dafür dürfte auch sprechen, dass er sie gegenüber seinem Pendent zu hoch angesetzt ist. 6 Carracci 1986, S. 174, Nr. XLII D, 9, Abb. 7 Carracci 1986, S. 174, Nr. XLII D, 8, Abb. 8 Berefelt 1961, S. 160. 9 Stubbe 1974, S. 17.
  • Rechte am DatensatzCreative Commons License © Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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