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Entführung einer Prinzessin



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Entstehung
    Coecke van Aelst (I.), Pieter
    Feder und Pinsel in Braun, Spuren von schwarzem Stift; Rasterlinien in schwarzem Stift


  • InschriftSigniert (?) unten rechts: "J. Connet (?)" (Feder in Braun)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 23989
  • Provenienz


    Georg Ernst Harzen (1790-1863), Hamburg (L. 1244) (NH Ad:01:04, fol.140 als "Im Styl des Barent van Orley": "Eine Entführungscene und Kämpfe von Reitern am Eingange eines Waldes. Bez J. Cony A. Feder und Bisterzeichnung. 17.8. 10.0"); Legat Harzen 1863 an die „Städtische Gallerie“ Hamburg; 1868 der Stadt übereignet für die 1869 eröffnete Kunsthalle
  • ObjektbeschreibungEin Ritter in phantastischer Rüstung entführt eine Prinzessin gegen den Protest ihrer Gefährtinnen. Hinten links sind Reiter und flüchtende Frauen dargestellt, rechts sieht man einen Reiterkampf, dahinter Reisende oder Krieger auf dem Weg zu einer Burg. Die Zeichnung war zuletzt der französischen Schule des 16. Jahrhunderts zugeordnet: ausgehend von der alten Beischrift unten rechts als Werk eines sogenannten „Jean Connet“.(Anm.1) Ein Künstler dieses Namens ist jedoch nicht bekannt, und darüber hinaus hat es den Anschein, als seien die Buchstaben „J“, „o“, „n“ und „et“ später in einem grauen Farbton hinzugefügt worden, während die als „C“ interpretierte Initiale auch als pflanzliche Struktur und damit als Teil der in gleichem Farbton ausgeführten Darstellung gedeutet werden kann. Wenn es sich um eine fremde Beischrift handelt, wäre diese wohl am ehesten auf den Antwerpener Gilles Coignet II (1586-nach 1642) zu beziehen, dem eine im krausen Baumschlag verwandte, in der Figurenwiedergabe aber deutlich fortgeschrittener wirkende Zeichnung an unbekanntem Standort zugeschrieben wird.(Anm.2) Harzen transkribierte die Beischrift als „J. Cony A“, beschrieb die Zeichnung jedoch als „Styl des Barent van Orley“. Dieser Verweis auf niederländischen Kontext wurde lange Zeit übersehen, und erst Eckhard Schaar bemerkte den niederländischen Charakter des Blattes, das er in einer Passepartoutnotiz mit Pieter Coecke van Aelst assoziierte.(Anm.3) Das erscheint in der Tat sinnvoll. An Coeckes Zeichnungen erinnern die Gewänder mit den schmiegsamen Faltenwürfen, die ornamental-verspielte Linienführung und der besonders im pflanzlichen Detail locker gekrauste Federstrich.(Anm.4) Gleichzeitig wird die Prägung durch Coeckes Lehrer Bernard van Orley (1491/92–1542) sichtbar in den Gesichtszügen und dem phantasievollen Kopfputz der Figuren.(Anm.5) Eine thematisch verwandte Zeichnung, deren Komposition wohl auf eine Vorlage Van Orleys zurückgeführt werden kann, wurde 1921 in Amsterdam versteigert.(Anm.6) In der Komposition steht die vorliegende Zeichnung zudem einer Folge von Tapisserien Coeckes recht nahe.(Anm.7) Einige der zugehörigen Vorzeichnungen sind unserem Blatt vergleichbar: im Format wie in der feinen und doch eigenwilligen Linienführung.(Anm.8) Angesichts der Rasterung ist auch für die vorliegende Zeichnung von einer geplanten Umsetzung in größerem Format auszugehen, wenngleich ein entsprechendes Werk ihr bislang noch nicht zugeordnet werden konnte.(Anm.9) Damit kann zumindest eine Entstehung im direkten Werkstattumfeld des Künstlers vorausgesetzt werden, wenn es sich nicht sogar um einen eigenhändigen Originalentwurf handelt. Annemarie Stefes 1 Die in der Museumskartei vorgeschlagene Zuschreibung an Jean Cousin ist aus stilistischen Gründen auszuschließen. Es gibt zwar gewisse Verwandtschaften mit einer Cousin zugewiesenen Zeichnung in Paris (die allerdings ehemals der altniederländischen Schule zugeordnet war), doch unterscheiden sich beide Blätter grundsätzlich in der Behandlung der Gesichter: „Tod eines Heiligen“, Paris, Musée du Louvre, Département des Arts Graphiques, Inv.-Nr. 20873. 2 Aukt.-Kat. Amsterdam, Sotheby Mak van Waay, 26. 9. 1972, Nr. 229. 3 Davon ausgehend, wurde die Zugehörigkeit zur französischen Schule auch von Gisela Hopp verneint (mündlich, 26. 8. 2008). 4 Vgl. Inv.-Nr. 21544 mit weiteren Vergleichsbeispielen; vgl. auch den ebenfalls quadrierten und im Format verwandten „Triumph Davids“ aus einer Serie von Tapisserie-Entwürfen, London, British Museum, Department of Prints and Drawings, Inv.-Nr. 1853,1008.15 (229 x 422 mm). Für die Hintergrundgestaltung ver-gleichbar ist der „Hl. Christophorus und der Teufel“ aus gleicher Sammlung, Inv.-Nr. SL,5214.240. 5 Vgl. die Zeichnungen zur Gründungsgeschichte Roms, München, Staatliche Graphische Sammlung, Inv.-Nr. 978 bis Inv.-Nr. 981, Holm Bevers: Niederländische Zeichnungen des 16. Jahrhunderts in der Staatlichen Graphischen Sammlung, Ausst.-Kat. München, Staatliche Graphische Sammlung, München 1989, Nr. 50–53. 6 „Feldschlacht“, Aukt.-Kat. Amsterdam, Muller, Juli 1921, Nr. 186. 7 „Die Sieben Todsünden“, Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. KK T III 2, und Madrid, Patrimonio Nacional, Palacio Real de Madrid, Georges Marlier: Pierre Coeck d'Alost, Brüssel 1966, Abb. 274–283. 8 „Die Trägheit“, Paris, École Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Inv.-Nr. Mas. 408 (222 x 385 mm), Georges Marlier: Pierre Coeck d'Alost, Brüssel 1966, Abb. 277. Eine etwas schematischer ausgeführte Zeichnung in Frankfurt am Main, Städel Museum, Graphische Sammlung, Inv.-Nr. 15320, Georges Marlier: Pierre Coeck d'Alost, Brüssel 1966, Abb. 273, stammt möglicherweise nicht von Coeckes eigener Hand, ebenso wie die ebenfalls 1537 datierte Zweitfassung zur „Trägheit“, Brunswick (Maine), Bowdoin College Museum of Art, Inv.-Nr. 1932.37, ebd. S. 334 und 338 und David P. Becker: Old Master Drawings at Bowdoin College, Ausst.-Kat. Brunswick, Maine, Bowdoin College Museum of Art, Williamstown, Mass., Sterling and Francine Clark Art Institute, Lawrence, Kansas, Helen Foresman Spencer Museum of Art, University of Kansas, Toronto, Art Gallery of Ontario, Brunswick, Maine 1985, Nr. 3. Eine dritte Werkstattkopie zu dieser Folge befindet sich in New Haven, Yale University Art Gallery, Inv.-Nr. 1961.64.7, Egbert Haverkamp Begemann, Anne-Marie S. Logan: European Drawings and Watercolours 1500-1900 in the Yale University Art Gallery, 2 Bde., New Haven/London 1970, Nr. 491. 9 Ungeklärt ist bislang auch die ikonographische Bestimmung der Szene: Für eine Gleichsetzung mit einer der „klassischen“ mythologischen Entführungsszenen wie dem „Raub der Proserpina“, dem „Raub der Sabinerinnen“ oder der „Entführung Helenas“ fehlen wichtige Requisiten (Plutos Streitwagen, im Hintergrund kämpfende Krieger bzw. die trojanischen Schiffe).
  • Rechte am Datensatz© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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