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Der große Morgen



  • ObjektbezeichnungZeichnung
  • Entstehung
    Runge, Philipp Otto
    1809
    Feder in Schwarz über Bleistift, Pinsel in Grau und partiell in Braun, Spuren von Rötel


  • InschriftAugf dem Verso von der Hand Daniel Runges nachträglich bezeichnet und datiert: "Original von Phlipp Otto Runge 1809" (Feder in Grau); von anderer Hand nachträglich datiert: "1809" (Feder Schwarz)

  • SammlungHamburg, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inventarnummer 34194
  • WerkverzeichnisTraeger 473; Pauli 75
  • Provenienz


    Nachlass des Künstlers; ab 1810 im Besitz der Witwe Pauline Runge (1785-1881), geb. Bassenge; Geschenk an den Kunstverein in Hamburg, 30. 4. 1856; Geschenk des Kunstvereins in Hamburg an das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle, 1891
  • ObjektbeschreibungAus einem Brief an Henrik Steffens vom März 1809 geht hervor, dass Runge den „Kleinen Morgen“ vorigen Sommer ausgeführt hat, und „jetzt mit einer großen Aufzeichnung von 8 Fuß hoch bis auf eine Figur fertig“ ist (Anm. 1). Als terminus ante für die Vollendung des „Kleinen Morgens“ gilt ein Brief Tischbeins vom 21. Oktober 1808 an Runge, in dem er schreibt, dass es auf seiner Rückreise von Hamburg nach Eutin seine Unterhaltung gewesen sei, „an Ihre Aurora zu denken, denn ich hatte Gelegenheit, so einen Morgen zu sehen, mit denen zarten Farben.“ (Anm. 2) Eine Woche später berichtet wiederum Runge seinem Bruder Karl, „er fange das große Bild nun würklich an, sey mit den Studien dazu am Rande und habe jetzt rechte Lust, die Sache fertig zu sehen.“ (Anm. 3) Diese Angabe korrespondiert mit der Überlieferung in den „Nachrichten vom Lebensgange des Verfassers“, in denen Daniel berichtet, dass Runge „im October die Ausführung des Morgens beginnen konnte.“ (Anm. 4) Die erhaltenen Nachrichten lassen den Schluss zu, dass Runge den „Kleinen Morgen“ (Anm. 5) bis spätestens Spätsommer 1808 vollendet hatte, und danach im Oktober die Arbeit am „Großen Morgen“ begonnen hat, der laut eigener Aussage im März 1809 zwar kurz vor der Fertigstellung stand, doch bis zu Runge Tod Ende 1810 nicht vollendet wurde (Anm. 6). Wie zum „Kleinen Morgen“ haben sich auch zum „Großen Morgen“ zahlreiche Vorzeichnungen erhalten, die Waetzoldt in drei Gruppen eingeteilt hat. Er unterscheidet Kompositionsentwürfe, Beleuchtungsstudien (vgl. Inv. Nr. 34195) und direkte Vorzeichnungen zu einzelnen Motiven, doch besteht über deren chronologische Abfolge nicht immer Einigkeit. Daniel erwähnt zu den beiden Versionen des Morgens „einige ungemein große Tuschzeichnungen zu dem Vorgrunde“ (Anm. 7), zu denen auch das vorliegenden Blatt gehören dürfte. Auf Inv. Nr. 34194 ist die Anordnung der Figuren gegenüber dem Gemälde des „Kleinen Morgens“ weitgehend identisch geblieben, doch hat Runge den Raumeindruck verändert. Waetzoldt hat darauf hingewiesen, dass gegenüber der Konstruktionszeichnung Inv. Nr. 34184 das vorliegende Blatt zwei Augenpunkte hat: Der obere Augenpunkt für Aurora und die vorderen Blumenkinder liegt auf gleicher Höhe wie bei Inv. Nr. 34184, während der untere, auf die Landschaft bezogene etwas gesenkt wurde (Anm. 8), so dass die Horizontlinie dem Blick des Betrachters entzogen bleibt. Die sumpfige Ebene wird im Hintergrund durch eine Baumsilhouette abgeschlossen, die in den Himmel übergeht, wodurch der Tiefenzug des „Kleinen Morgens“ gemildert wird, zugleich aber das „Landschaftliche“ entschiedener betont wird. Die vorderen Rosenknaben haben nun eine Hand an die Brust gelegt, während das Morgenkind dem Gemälde noch nahesteht. Aurora tritt dem Betrachter ähnlich frontal wie auf der Konstruktionszeichnung Inv. Nr. 34184 entgegen, doch weniger schwebend und in den Proportionen entscheidend verändert. Durch die Senkung des fackeltragenden Armes ist Aurora nicht nur kleiner, Runge verzichtet auch auf die Ausformulierung des nach oben gerichteten Schwebemotivs, aus dem jetzt eher ein bestimmtes Schreiten wird. Waetzoldt und Traeger haben darauf hingewiesen, dass statt der mädchenhaften mehr die mütterlichen Züge betont werden. In der ausgesprochenen Statuarik kehrt Runge formal damit zu ähnlichen Lösungen zurück, die er am Beginn der Ausformulierung der Gestalt Auroras fand (vgl. Inv. Nr. 34187) und die dem Vorbild der Venus von Medici (vgl. Inv. Nr. 1938-72) nahestehen. Wie auf der Konstruktionszeichnung befindet sich Aurora auf einer vertikalen Mittelachse und die Spitze eines gleichschenkligen Dreiecks fällt mit ihrem Schoß zusammen. Waetzoldt und mit ihm Traeger schlossen daraus, dass es sich aufgrund der Maße bei dem Entwurf wahrscheinlich nicht um ein Fragment sondern um einen vergrößerten Teilentwurf nach einer nicht mehr erhaltenen, kleineren Konstruktionszeichnung handelt (Anm. 9). Inv. Nr. 34194 hielt Waetzoldt zusammen mit Inv. Nr. 34199 und Inv. Nr. 34200 für die erste, auf die kleinere Konstruktionszeichnung zurückgehende Fassung der neuen Komposition, während Pauli und Stubbe den Entwurf als die letzte Bearbeitung für den Karton ansahen, weil dort „gleicher Wert auf das zeichnerische Gerüst wie auf die Licht- und Schattenstufen gelegt“ (Anm. 10) ist. Dieser Beobachtung ist zwar grundsätzlich zuzustimmen, doch scheint die prägnante Helldunkelwirkung weniger auf eine gleichmäßige zeichnerische Behandlung des Blattes zurückzuführen zu sein als auf die Tatsache, dass es nicht ganz zu Ende geführt ist. An den Pflanzen im Vordergrund, am vorderen Rosengenius links und am hinteren fehlt die malerische Pinselarbeit, wodurch sich erst die silhouettenartige Helldunkelwirkung einstellt. Auch unterscheiden sich einzelne Motive wie beispielsweise das Morgenkind noch stark von der gemalten Fassung, weshalb es sich bei Inv. Nr. 34194 um keinen Karton handeln kann. Allerdings ist die grundsätzliche Überprüfung der Lichtsituation unter Zuhilfenahme des Konstruktionsgerüsts sicher eines von Runges Anliegen gewesen, was die Frage aufwirft, ob Inv. Nr. 34194 wirklich am Beginn der Überlegungen zum „Großen Morgen“ steht. Auch erwähnt Daniel unter den zahlreichen Ölstudien zu beiden Fassungen des „Morgens“ eine „Venus mit dem ganzen Vorgrunde“ (Anm. 11); es ist möglich, dass das vorliegende Blatt als Vorzeichnung dazu diente, was ein Indiz für die Entstehung der Zeichnung in einem fortgeschritteneren Werkprozess sein könnte. Für eine solche Annahme könnten auch die Durchgriffelungen sprechen, die sich an den beiden Figuren und an der Pflanze vorn rechts im Vordergrund finden. Ebenso dürften die Rötelspuren an den Konturen der Figuren, mit denen in einem Durchdruckverfahren die Position der beiden Genien festgelegt wurden, auf eine spätere Stellung im Werkprozess deuten; diese finden sich erst auf anderen Zeichnungen, die der Gemäldeausführung relativ nahestehen. Die symmetrisch angeordneten Pflanzen im Vordergrund entsprechen zum Teil denjenigen auf Inv. Nr. 34193, die dort nur teilweise in Feder und Bleistift angelegte Iris ist in einer Gestalt endgültig festgelegt (Anm. 12), die Runge ins ausgeführte Gemälde übernahm. Auch die Gestalt der übrigen Pflanzen, in denen Runge von Gustav Brückner erbetene botanische Studien verarbeitet (Anm. 13), und deren symmetrische Anordnung hat Runge dann für das Gemälde übernommen. Auch diese weitegehende Übereinstimmung mit dem Gemälde könnte ein Indiz für eine spätere Stellung des Blattes im Werkprozess sein. Vgl. auch Inv. Nr. 34193. Peter Prange 1 Brief vom März 1809 an Steffens, vgl. HS I, S. 173. 2 Brief Tischbeins vom 21. Oktober 1808 an Runge, vgl. HS II, S. 372. 3 Brief vom 28. Oktober 1808 an Karl, vgl. HS I, S. 231. 4 Vgl. HS II, S. 504-505. 5 Der kleine Morgen, ÖL/Lw, 109 x 85,5 cm, Hamburger Kunsthalle, Inv. Nr. 1016, vgl. Traeger 1975, S. 433, Nr. 414, Abb. 6 Der große Morgen, Öl/Lw, 152 x 113 cm, Hamburger Kunsthalle, Inv. Nr. 1022, vgl. Traeger 1975, S. 466-467, Nr. 497, Abb. 7 Vgl. HS I, S. 236. 8 Waetzoldt 1951, S. 152. 9 Waetzoldt 1951, S. 151; Traeger 1975, S. 455, Nr. 472. 10 Stubbe, in: Runge 1960, S. 26, Nr. 155. 11 Vgl. HS I, S. 235. 12 Sie geht zurück auf eine Irisstudie in Frankfurt, vgl. Iris, Bleistift, Feder in Schwarz, 333 x 256 mm, Frankfurt am Main, Städel-Museum, Inv. Nr. 15716, vgl. Traeger 1975, S. 429, Nr. 401, Abb. 13 Brief vom 28. Dezember 1807 an Brückner, vgl. HS I, S. 239.
  • Rechte am Datensatz© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC BY 4.0
 

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