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Architekturzeichnungen des Hessischen Staatsarchivs Marburg

Carl Albert von Lespilliez (ungesichert) François de Cuvilliés, der Ältere (ungesichert), Inventor Calden(?), Schloss Wilhelmsthal(?), Entwurf für einen Pavillon mit Wasserbecken um 1745/1746 Hessisches Staatsarchiv Marburg
Louis Remy de La Fosse Kassel-Wilhelmshöhe, Entwurf zu Schloss Weißenstein, perspektivische Ansicht 1709 Hessisches Staatsarchiv Marburg
Emanuel Brand (zugeschrieben) Kleinern, Schloss Christiansburg um 1662 Hessisches Staatsarchiv Marburg

Neben Kataster- und Flurkarten umfasst die Karten- und Plansammlung des Hessischen Staatsarchivs in Marburg einen großen Bestand an Architekturzeichnungen. Damit gehört dieser neben der Graphischen Sammlung der MHK Kassel zu den bedeutendsten Sammlungen an Zeichnungen zur hessischen Architekturgeschichte und bildet gleichzeitig den größten derartigen Bestand in Hessen.

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kooperationsprojekts zwischen dem Hessischen Staatsarchiv und Foto Marburg (Laufzeit 01.09.2016 – 29.02.2020) wurden rund 9.000 graphische Blätter zur Digitalisierung ausgewählt. Diese umfassen ein breites Spektrum von Architekturzeichnungen, die überwiegend im Zusammenhang mit konkreten Bauvorhaben in Hessen entstanden sind. Darüber hinaus fanden sich aber zudem viele Idealpläne und Studienentwürfe aus dem Umkreis der Kasseler Akademie und verschiedener Gewerbeschulen sowie in Einzelfällen auch Zeichnungen zu Bauwerken aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

Innerhalb der Projektlaufzeit wurden die betreffenden Architekturzeichnungen hochauflösend digitalisiert und datenbankgestützt erfasst. Für annähernd 1.700 in besonderem Maße forschungsrelevante Architekturzeichnungen konnte zusätzlich eine systematische Tiefenerschließung vorgenommen werden. Dabei wurden über die Baugeschichte hinaus durch das Erstellen von Planserien ursprüngliche Kontexte rekonstruiert und weitere Recherchen zu Architektenbiographien angestellt, um eine fundierte Basis für weitere Forschungen zu legen. Im Bestand des Archivs konnten des Weiteren zahlreiche Akten vorwiegend aus der Bauverwaltung ausfindig gemacht werden, die die Baugeschichte und die Biographien der beteiligten Personen erhellen können.

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